Wir helfen den Rettern! Alltag heißt: Leben retten unter Einsatz des eigenen Lebens.
Um 7.30 Uhr erreicht ein Notruf über einen Wohnungsbrand eine Feuerwache irgendwo in Deutschland. Schnell sind die Retter am Einsatzort und sehen, wie Flammen aus einer Wohnung im dritten Stock eines Mehrfamilienhauses schlagen. Eine Drehleiter wird in Stellung gebracht, um über einen Wasserwerfer zu löschen. Gleichzeitig rückt der Angriffstrupp von der Vorderseite des Gebäudes vor. Der Feuerwehrmann auf der Drehleiter sieht am Fenster über der Brandwohnung mehrere Personen, darunter sind auch Kinder. Sie rufen verzweifelt um Hilfe. Der Angriffstrupp kann die Eingeschlossenen nicht erreichen, da das gesamte, aus Holz bestehende Treppenhaus lichterloh in Flammen steht. Es bleibt dem Drehleiterführer keine Zeit mehr herunterzufahren und das Atemschutzgerät anzulegen. Kurzentschlossen und beherzt handelt der Hauptbrandmeister und fährt den Korb der Drehleiter bis an das Fenster zu den von Rauch und Flammen eingeschlossenen Menschen. Unter Einsatz seines Lebens rettet er die Familie mit dem mittlerweile von Rauch umhüllten Drehleiterkorb aus dem brennenden Gebäude.

Er ist „ein Held“, heißt es in den Medien, und die Geretteten werden immer dankbar sein. Doch der vielumjubelte Retter in dem reellen Fall von damals ist mittleerweile an Krebs - an einem Hodgkin Lymphom - erkrankt. Eine Ursache dieser Erkrankung sind unter anderem laut eines am 20. März 2015 veröffentlichten Whitepapers einer Expertengruppe der WHO (IARC International agency on research of cancer), polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, die bei fast jedem Brand in den Rauchgasen in großer Konzentration freigesetzt werden.
Feuerwehrleute nehmen diese toxischen und karzinogenen Stoffe über die ungeschützten Atemwege, aber auch über die offenen Poren der Haut auf. Durch zahlreiche repräsentative internationale Studien wurde nachgewiesen, dass bei Feuerwehrleuten das Risiko, an Krebs zu erkranken, bereits nach wenigen Jahren im Einsatzdienst auf bis zu 30 Prozent steigt. Dennoch wird Krebs in Deutschland anders als zum Beispiel in Kanada nicht als Berufskrankheit anerkannt, und die Retter und ihre Familien werden mit den Folgen allein gelassen.

Feuerwehrleute gründen Hilfsorganisation für Feuerwehrleute
Im Sommer 2016 entschlossen sich einige Feuerwehrleute, eine Gesellschaft zu gründen, die sich dieser Problematik annimmt und nach Lösungen sucht, um die Einsatzkräfte zu schützen. „Wir wollen den Kolleginnen und Kollegen sowie ihren Familien unbürokratisch helfen und sie in ihrem Schicksal nicht alleine stehen lassen. Wir wollen erreichen, dass ausgewählte Krebserkrankungen als Berufskrankheit bei Feuerwehreinsatzkräften anerkannt werden. Alternativ dazu muss eine rechtliche Entschädigungsgrundlage geschaffen werden“, erklärt Marcus Bätge, selbst seit mehreren Jahren Feuerwehrmann und einer der Gründer der Gesellschaft.

 

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FeuerKrebs gUG (haftungsbeschränkt): Drei selbstbewusste Menschen mit sozialem Gewissen

„Aller guten Dinge sind drei“, so heißt ein altes Sprichwort. Was sich im Volksmärchen mit drei Wünschen und drei Brüdern bewährt hat, scheint manchmal auch im wahren Leben richtig zu sein. Dr. Nicola Byok, Olaf Reichelt und Marcus Bätge sind die drei Gesellschafter von FeuerKrebs gUG (haftungsbeschränkt). Gemeinsam haben sie sich entschlossen, der Krankheit Krebs, die durch karzinogenen Rauch bei Bränden verursacht wird, den Kampf anzusagen und Wege zu finden, um betroffenen Feuerwehrleuten und ihren Familien zu helfen. Sie wollen mit ihrer Initiative aber auch, dass zukünftig alle Brandbekämpfer besser geschützt sind und sie nicht das gleiche Schicksal erleiden müssen. Was die drei Gründer persönlich an- und umgetrieben hat, diese Gesellschaft zu gründen, versuchen wir ihnen in den folgenden Kurzporträts zu erläutern.

Marcus Bätge

Marcus Bätge ist 1969 in Hamburg geboren. Er trat mit zehn Jahren in die Freiwillige Feuerwehr ein. Nach seiner mittleren Reife machte er eine Ausbildung als Elektroinstallateur und leistete seinen Zivildienst im Rettungsdienst des Arbeiter- Samariter-Bundes. Anschließend begann er 1993 als Feuerwehrmann in der Hansestadt Hamburg. Seit 2008 setzt er sich im Berufsverband Feuerwehr e.V. für die Belange der Feuerwehrleute ein und wurde 2012 auch in den Vorstand gewählt. Seitdem Marcus Bätge im August 2014 an einem Kongress mit dem Titel „Seminar on occupational cancer among firefighters“ als Deutscher Vertreter teilnahm, beschäftigt er sich intensiv mit dem Thema. Er informiert bundesweit Feuerwehrleute über die Gefahren und Auswirkungen von karzinogenen Rauchgasen und hat 2016 FeuerKrebs gUG (haftungsbeschränkt) mit gegründet.

 

Dr. Nicola Byok

Dr. Nicola Byok ist gebürtige Hamburgerin. Nach ihrem Abitur, das sie in Den Haag machte, studierte sie Jura in Hamburg. Hier absolvierte sie auch ihr erstes Staatsexamen und machte sodann an der Yale University in den USA ihren Master of Arts. Zurück in Hamburg folgten das Rechtsreferendariat und das zweite Staatsexamen. Gleichzeitig schrieb sie ihre Dissertation. Anschließend arbeitete sie als Rechtsanwältin für eine Kanzlei und mehrere Unternehmen. Derzeit leitet sie unter anderem die Geschäftsstelle des Berufsverbandes Feuerwehr e.V. und hat im letzten Jahr Feuerkrebs gUG (haftungsbeschränkt) mitgegründet.

 

Olaf Reichelt

Geboren 1966 in Hamburg. Absolvierte nach der mittleren Reife eine Tischlerlehre. Nach einem vierjährigen Dienst bei der ABC-Abwehrtruppe bei der Bundeswehr, begann er 1993 seine Ausbildung zum Feuerwehrmann. Nach zehnjährigem Dienst als Feuerwehrmann wechselte er auf ein Löschboot der Feuerwehr Hamburg und machte sein Kapitänspatent. Er engagierte sich seit 2006 besonders beim Berufsverband der Feuerwehr, wurde deren Vorsitzender. Stellte sich mit der Berufsverbandsliste 2010 zur Wahl des Personalrats und erreichte eine Mehrheit. Setzt sich seitdem als Personalratsvorsitzender für die Belange der Feuerwehrleute ein. Gründete dann 2016 mit die Gesellschaft FeuerKrebs gUG (haftungsbeschränkt).

 

 

 

 

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