• Feuerkrebs guG (haftungsbeschränkt)

120 Feuerwehrleute aus dem In- und Ausland waren zu den 3. Hamburger Atemschutztagen in die Hansestadt gekommen. Im Mittelpunkt der diesjährigen zweitägigen Veranstaltung stand das erhöhte Krebsrisiko bei Feuerwehreinsatzkräften. Internationale und nationale Experten referierten zu diesem Thema in der Feuerwehrakademie Hamburg.

Atemschutzeinsätze sind lebensgefährlich. Zahlreiche Einsatzkräfte sind in den vergangenen Jahren schwer und sogar tödlich verletzt worden. Es gibt offensichtliche Gefahren, wie zum Beispiel Rauchvergiftungen, Verbrennungen durch - oft in Filmen spektakulär dargestellte - Flashover und Backdrafts oder auch einstürzende Gebäudeteile. Jedoch lauert eine andere, zunächst nicht so sichtbare Bedrohung auf die Einsatzkräfte, die einen schleichenden Tod verursachen kann. Gemeint sind Krebserkrankungen, die als Folge von Kontaminationen durch toxischen und karzinogenen Rauch und/oder feine Partikel während des Einsatzes und danach entstehen können.

„Das ist ein wichtiges bislang noch zu wenig behandeltes Thema. Wir möchten Feuerwehrleute und die Öffentlichkeit dafür sensibilisieren und müssen dabei sowohl in der Ausbildung als auch während des Einsatzes neue Wege gehen“, erklärte Peter Sieber Fachbereichsleiter für Umwelt und Atemschutz an der Feuerwehrakademie Hamburg.
So hatten die Organisatoren drei Referenten zu diesem Thema eingeladen. Stefan Magnusson von der Swedish Fire Agency, berichtete über das Schwedische Skeleftea Modell, zur Vermeidung von Kontaminationen nach dem Einsatz. André Piekuth behandelte in seinem Vortrag danach die berechtigte Frage, ob angesichts der gefährlichen verwendeten Baustoffe nicht viele Brandeinsätze mittlerweile zu Gefahrguteinsätzen geworden sind.
Anschließend informierte dann Marcus Bätge vom Berufsverband Feuerwehr über das erhöhte Krebsrisiko von Feuerwehrangehörigen.
Der 47-Jahre alte Hauptbrandmeister beschäftigt sich seit Jahren mit der Problematik von Feuerkrebs.
„Es finden regelmäßige Expertengespräche zu diesem Thema statt. Vor kurzem gab es in Kupio, Finnland, einen Austausch zu Expositionen bei Feuerwehreinsatzkräften und Kontaminationen von Schutzkleidungen. Alle Experten bestätigen leider die Befürchtungen das Feuerwehrleute ein erhöhtes Risiko haben, im Dienst an Krebs zu erkranken. Nun gilt es eben auch, alle Einsatzkräfte und die Bürger darüber zu informieren und neue Präventionsmaßnahmen im Alltag einzuführen und einen gesellschaftlich getragenen Konsens zu finden, Feuerwehrleute besonders abzusichern“, stellte der Hauptbrandmeister fest.
Sein leidenschaftlich vorgetragener Beitrag über internationale schon vorliegende Studien (z.B. Monash- Australian Firefighters’ Health Study aus dem Dezember 2014) und die Vorstellung der Arbeit von der gerade von Feuerwehrleuten gegründeten Gesellschaft, FeuerKrebs gUG (haftungsbeschränkt), fand allgemein große Zustimmung beim Publikum und wurde immer wieder vom Applaus der Teilnehmer der Atemschutztage begleitet.
Vor rund zwei Monaten haben die gemeinnützige FeuerKrebs Gesellschaft, der Berufsverband Feuerwehr und die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft mit dem Namen „Retter helfen Rettern“ ein Bündnis geschlossen.
„Ziele unserer Arbeit sind an Krebs erkrankte Einsatzkräfte zu unterstützen, über Gesundheitsrisiken präventiv aufzuklären, Betroffene und Fachleute zu vernetzen und letztendlich, bestimmte Krebserkrankungen als Berufskrankheit vom Gesetzgeber anerkannt zu bekommen. Ich hoffe, dass mein Vortrag und die der anderen Referenten bei den 3. Hamburger Atemschutztagen dazu beigetragen haben, die Kolleginnen und Kollegen und die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren“, erklärte Marcus Bätge abschließend.

(Wolf-Robert Danehl, FeuerKrebs gUG, 4.07.17)

  • Atemschutztage-danehl (10)
  • Atemschutztage-danehl (14)
  • Atemschutztage-danehl (15)
  • Atemschutztage-danehl (16)
  • Atemschutztage-danehl (17)
  • Atemschutztage-danehl (6)
  • Atemschutztage-danehl (7)
  • Atemschutztage-danehl (9)
  • Atemschutztage-danehl(2)
  • Atemschutztage-danehl(3)
  • Atemschutztage-danehl(5)

Forum

Feuerkrebs-Forum

hilfe kommt

" Hilfe kommt "

zum Forum!

 

 

 

Spenden

Sie möchten spenden?
 

Hier klicken um mit PayPal zu spenden.
(noch nicht aktiv)

Alternativ Überweisung auf das Konto:

IBAN:
DE17 2005 0550 1216 1821 37

BIC:
HASPDEHHXXX

Verwendungszweck: FeuerKrebs

FeuerKrebs gUG (haftungsbeschränkt)  sagt DANKE

So finden Sie uns